Ein auf Zielgruppen generalisiertes Webdesign scheint auf den ersten Blick als gute Möglichkeit, um ein breites Publikum anzusprechen. Allerdings führt es dazu, dass es der Homepage an einer Identität fehlt. Eine Webseite kann und darf einfach nicht jede Zielgruppe gleichermaßen ansprechen. Stattdessen muss sie, zumindest ansatzweise, eine gewisse Zielrichtung erhalten und eine Ausrichtung auf bestimmte Personengruppen erfahren. Nur so kann man sich diese im Resultat als Kundschaft sichern. Wie wird die Zielgruppe definiert?

Eine Zielgruppe für eine Webseite auszuwählen, bedeutet sich die Charakteristiken der primär angesprochenen Menschenmasse zu vergegenwärtigen und das Webdesign darauf abgestimmt zu präsentieren. Konkret heißt dies, dass der Webdesigner sich darüber im Klaren sein muss, welchem Geschlecht, welchem Alter und welcher Herkunft der primäre Kundenstamm entspringt. Auch Interessensbereiche, Lebenslagen und die Bildungssituation spielen dabei eine entscheidende Rolle. Nicht zuletzt ist genauso die Wohnlage bezogen auf urban oder ländlich sowie zur Miete oder im Eigentum mitunter relevant.

Wer sich dies in einer kurzen Skizzierung vergegenwärtigt, der hat gute Chancen sein Webdesign für genau diesen primären Kundenstamm überzeugend zu gestalten. Der zentrale Grundstein für den Homepageerfolg ist somit gelegt.

Zielgruppenmerkmale müssen ins Webdesign einfließen

Alleine die Realisierung der Zielgruppencharakteristiken reicht nicht aus, um einer Homepage den nachhaltigen Erfolg zu sichern. Vielmehr müssen die gewonnenen Erkenntnisse innerhalb des Webdesigns ihre Umsetzung erfahren. Dies muss im grafischen Auftritt, den technischen Spielereien sowie in der inhaltlichen Gestalt geschehen. Eine junge Zielgruppe, die nachgewiesenermaßen technisch versiert ist, kann demnach eine junge Sprache, ein Webdesign mit technischem Know-How sowie eine überwältigende Grafik erhalten.

Ältere Generationen hingegen brauchen ein grafisch nicht zu überladenes Webdesign, mit größtmöglicher Anwenderfreundlichkeit und einer einfachen Navigation. Eine gediegene Sprache kommt in diesem Zusammenhang am besten rüber.

Anredeformen beachten Wie bereits deutlich wurde, sind beim Webdesign nicht nur die grafische Präsentation und die Technikverwendung in Zusammenhang mit der Zielgruppenausrichtung bedeutsam, sondern auch die inhaltliche Darstellung. Dass dabei der Text halten muss, was sich der Homepagebesucher von dessen Inhalt verspricht, ist natürlich oberstes Gebot.

Auch der bereits erwähnte präzise Gebrauch der zielgruppenspezifischen Sprache darf nicht vernachlässigt werden. Und hier kommt der Anrede eine besonders hohe Bedeutung zu. Du oder Sie, das ist die entscheidende Frage. Eine allgemein gültige Regelung kann es dabei nicht geben, allerdings gewisse Verhaltensrichtlinien.

So hat die jüngere Zielgruppe zumeist nichts dagegen, auf persönliche Weise angesprochen zu werden. Die Du-Form schafft Nähe und Vertrautheit und die kann gerade für ein Webdesign im jungen, sportlichen Sektor vollkommen OK sein. Ältere Personen sowie viele Frauen können dies jedoch nicht ab und deshalb sollte in einem seriösen Webdesign in einer Homepage für diese Zielgruppe die förmliche Anrede oberstes Gebot bleiben.