Suchmaschinen sind das zentrale Medium für eine Webseite, um von Kunden aufgesucht zu werden. Deshalb ist es ein verständliches Anliegen, dass jeder Homepagebetreiber den Suchmaschinen optimal ins Bild passen möchte.

Wann dies der Fall ist, wird durch die Rankingkriterien definiert. Diese sind verständlicherweise zum größten Teil geheim, wenngleich professionelle Agenturen der Suchmaschinenoptimierung durchaus, dank Analysen, hinter die geltenden Maßstäbe blicken können. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Kriterien, die nahezu immer identisch sind und worauf die Homepage optimal eingestimmt werden kann.

Grundsätzlich ist dies natürlich eine legitime Maßnahme und gängige Praxis in der Suchmaschinenoptimierung. Allerdings heiligt der Zweck nicht immer die Mittel und so gibt es ethisch bedenkliche Suchmaschinenoptimierungen, von denen man nicht nur aus moralischer Sicht Abstand halten sollte. Insofern solche unethischen Praxen aufgedeckt werden, hat der Webseitenbetreiber mitunter mit empfindlichen Strafen bis hin zum Ausschluss aus der Suchmaschine zu rechnen.

Cloaking manipuliert Suchmaschinenrankings über Keywords Eine beliebte, wenngleich unlautere Praxis innerhalb der Suchmaschinenoptimierung bedient sich der Tatsache, dass Suchmaschinen in ihrem Ranking großen Wert auf das inhaltliche Vorhandensein bestimmter Schlüsselwörter auf einer Homepage legen. Im seriösen SEO kann dies durchaus gewürdigt werden. Dann wird das Webdesign inhaltlich so aufbereitet, dass es in fließenden und für den Kunden gut lesbaren Texten, die bedeutungsträchtigen Keys integriert.

An dieser Stelle hat leider die Technik der Unmoral Tür und Tor geöffnet. Denn Suchmaschinen berücksichtigen nur sekundär den Lesefluss eines Webdesigns, sondern analysieren vorrangig die Keyworddichte und -konformität. Dies nutzen zweifelhafte SEO Agenturen, um mit fragwürdigen Maßnahmen das Rankingergebnis zu verbessern.

Cloaking ist dabei ein trauriges Schlagwort. Dabei werden die Webseiten mit Schlüsselwörtern sozusagen verseucht. Da dies beim Kunden natürlich nicht gut ankommen würde, muss dies verdeckt geschehen. Hierfür gibt es zwei verschiedene Wege, die sich beide in ihrer Unseriosität übertreffen.

Eine Form des Cloakings agiert unter Zuhilfenahme verdeckter Texte. So werden beispielsweise von Keywords überflutete Artikel mitten auf der Homepage platziert. Der Kunde kann diese jedoch nicht erkennen, da sie in der Regel in der gleichen Farbe wie der Hintergrund verfasst werden. Die Suchmaschine nimmt den Inhalt jedoch wahr und pusht dadurch die Rankingplatzierung, ohne dass die Webseite sich diese tatsächlich verdient hat.

Als zweites Mittel des Cloakings steht eine automatische Trennung von Suchmaschine und menschlichem Nutzer zur Verfügung. Denn die Technik der professionellen Webseiten ist inzwischen in der Lage zu unterscheiden, ob eine natürliche Person oder eine Suchmaschine auf sie zugreift. Dabei wird dem reellen Kunden eine optimal aufbereitete Homepage präsentiert. Der Suchmaschine hingegen steht eine speziell für sie konzipierte Seite zum Einblick. Diese ist mit Keywords derart geschwängert, dass sie die Suchmaschine von der Relevanz der Webseite überzeugt.

Linkspamming hat rankingpushendes Potenzial

Neben der Keywordrelevanz und -dichte ist es für die Rankingposition in Suchmaschinen von Bedeutung, wie viele Backlinks auf eine bestimmte Homepage verweisen. Denn daran wird festgemacht, ob eine Webseite scheinbar häufig genutzt und vermeintlich hilfreich ist.

Deshalb gehört zur SEO, dass professionelle Backlinks gesetzt werden. Damit sind jedoch qualitativ hochwertige Verweise gemeint.

Linkspamming hat sich hier sozusagen als Unart entwickelt, leider jedoch als sehr erfolgreiche. Denn binnen kürzester Zeit werden Top Positionen in den Suchmaschinenergebnislisten erreicht, wenn im Übermaß an allen relevanten oder irrelevanten Stellen Backlinks auf die gepushte Homepage verweisen. Auch kurzlebige Links führen schnell zum Erfolg, wenngleich dieser nicht langanhaltend ist.

Neben dieser explosionsartigen Linksplatzierung zählt auch die Blognutzung zur beliebten Variante des Linkspammings. Dabei werden die Links in Gästebücher oder Blogs integriert, da diese von den Suchmaschinen bekanntermaßen besonders gewürdigt werden. Im Ergebnis klettert die Homepage im Ranking weit nach oben.