Ästhetik – mit diesem Wort assoziieren die Menschen häufig Anmut, Schönheit und Perfektion. Was aber hat dieser Begriff dann im Webdesign zu suchen? Tatsächlich ist es so, dass sich die Website-Ästethik inzwischen nicht nur im gängigen Berufsalltag der Webdesigner manifestiert hat, sondern tagtäglich zahlreiche Forscher und Wissenschaftler beschäftigt. Denn längst konnte bewiesen werden, dass der Erfolg eines Internetauftritts nicht ausschließlich von objektiven Rahmenbedingungen bestimmt wird, sondern subjektive Wahrnehmungen und individuelle Emotionen hier eine entscheidende Rolle spielen. Und dies bedeutet, dass eine Webseite ästhetisch auf ihre Nutzer wirken muss.
Grundlagen der Website Ästhetik
Eine Homepage, die professionell und kundenansprechend aufgebaut sein soll, muss das natürliche Grundbedürfnis der User nach einem ästhetischen Gesamteindruck bedienen können. Dieses ist selbstverständlich immer eine individuelle Größe und wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Vor allem der Zielgruppenanalyse kommt diesbezüglich eine gesteigerte Bedeutung zu.
Dennoch gibt es gewisse Aspekte der Website-Ästhetik, die quasi zum kleinen Einmaleins des Webdesigns gehören und in jedem professionellen Homepageaufbau ihre Berücksichtigung finden sollten. Die korrekte Farbwahl ist gemäß den Grundlagen des Webdesigns ein wichtiger Faktor in Bezug auf die Website-Ästhetik. Denn hier kommt es auf eine gesunde Mischung zwischen dezenter Zurückhaltung und so genannten Eye-Cachern an. Generell empfindet das menschliche Auge bei zurückhaltenden Farbtönen eine verbesserte Ästhetik. Deshalb sollten diese das Webdesign dominieren. Lediglich kleine Akzente können mit satten Farbwahlen gesetzt werden.
Auch Regelmäßigkeit und Struktur lassen ein Webdesign beim User als ästhetisch erscheinen. Dies meint sowohl den grafischen, wie auch inhaltlichen Aufbau. Sinnvolle Konturen, Abwechslung bei der Formenwahl sowie symmetrische Designs sind das Layout der ersten Wahl für ein ästhetisches Webdesign. Inhaltlich wird Ästhetik in diesem Zusammenhang ganz klar an der Logik des Aufbaus und der Einfachheit der Navigation festgemacht. Je benutzerfreundlicher sich ein Webdesign darstellt, desto ästhetischer ist sein Gesamteindruck, den es beim Kunden hinterlässt.
Warum ist ein ästhetisches Webdesign so wichtig?
Regeln, die sich um den optimalen Aufbau und den grafischen Auftritt einer Homepage drehen, gibt es zahlreich. Meist kann man nicht allen Empfehlungen folgen, da man sich sonst im Dschungel der Ratschläge verirren würde.
Aber warum ist gerade die Ästhetik ein Ansinnen, welches beim Webdesign befriedigt werden muss? Selbstverständlich ist die übergeordnete Antwort auf diese Frage im Erfolg und damit auch im finanziellen Gewinn der Homepage zu suchen und zu finden. Allerdings gibt es zwei konträre Wege, die das ästhetische Webdesign in diesem Zusammenhang beschreitet und somit zum Erfolgsgaranten wird.
Auf der einen Seite befindet sich natürlich die bereits erwähnte subjektive Wahrnehmung der potenziellen Kundschaft. Denn nur dort, wo Menschen sich wohl fühlen, sind sie auch bereit längere Zeit zu verweilen und zum zweiten oder drittem Mal hin zu kommen. So auch im Internet. Nur wenn eine Homepage das Grundbedürfnis nach Ästhetik befriedigen kann, hat sie sich als würdig erwiesen zum Informationslieferanten beziehungsweise Dienstleister der ersten Wahl zu werden.
Auf der andren Seite kann die Ästhetik beim Webdesign sozusagen zum Zünglein an der Waage werden. Es gibt verschiedene Anforderungen, die an ein professionelles Webdesign gestellt werden. Allen voran scheinen die Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit die größte Bedeutung erlangt zu haben. Sie werden in fast jeder professionellen Homepage berücksichtigt und integriert. Deshalb können sie nicht mehr als wirklicher Entscheidungsindikator für die Kunden dienen.
Folglich richtet sich das Augenmerk der User auf einen bislang eher missachteten Bereich, nämlich die Ästhetik, die noch nicht von allen Homepagebetreibern gleichermaßen gewürdigt wird.